Fundstück der Woche 29/2026

Hochwasser in der Kastorpfaffenstraße, um 1925

Das Fundstück der Woche 29/2026 ist eine Fotografie der Kastorpfaffenstraße in Koblenz zur Zeit der französischen Besatzung nach dem Ersten Weltkrieg. Die undatierte Fotografie wird zur Zeit der schweren Hochwasser 1924-1925-1926 aufgenommen worden sein. Sie zeigt den Übergang von der Kastorpfaffenstraße in den Kastorhof, im Hintergrund ist der Kastorbrunnen zu sehen. Von den Gebäuden im Bild ist heute nur noch das Haus Nr. 21 erhalten, alle übrigen wurden im Zweiten Weltkrieg zerstört. In diesem Haus war 1921 das Koblenzer Entfestigungsamt untergebracht.

Hochwasser in der Kastorpfaffenstraße, links im Bild das Haus Nr. 21, um 1925.
Sammlung M. Kellermann, unbekannter Fotograf, um 1925.

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Fundstück der Woche 28/2026

Das Horchheimer Tor, 1888

Das Fundstück der Woche 28/2026 ist eine Fotografie von Koblenz, aufgenommen um/vor 1888. Sie gewährt neben dem üblichen Ansichtskartenmotiv mit Pfaffendorfer Brücke und kurfürstlichem Schloss auch einen Blick auf das Horchheimer Tor, das Teil der Festungs Koblenz und Ehrenbreitstein war. Bei der Fotografie, die in der Serie „Die Rheinlande“ im Verlag v. Römmler & Jonas in Dresden erschienen ist, handelt es sich um einen sogenannten Lichtdruck.

Blick auf die Stadt Koblenz vom rechten Rheinufer, rechts im Bild das Horchheimer Tor, um 1888. Sammlung M. Kellermann, Verlag v. Römmler & Jonas in Dresden, 1888.

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VHS-Vorträge im Herbstsemester 2026 sind ab sofort buchbar

In diesem Herbstsemester bieten wir wieder zwei Vorträge an der VHS Koblenz an, die ab sofort online gebucht weden können.

Kurs-Nr. 1.0911: Festungsstadt Koblenz – die Feste Ehrenbreitstein – Dienstag, 10. November 2026, 17:30–19:00 Uhr

Kurs-Nr. 1.0907: Die Koblenzer Stadtentwicklung (1889-1933) – Dienstag, 08. Dezember 2026, 17:30–19:00 Uhr

Blick auf das sogenannte Rizzagebirge Ecke Mainzer und Rizzastraße. Verlag Victor Ullmann, Koblenz Nr. 208, undatiert. Sammlung M. Kellermann.

Führung durch den Festungspark Kaiser Franz am Samstag, den 20. Juni 2026

Am Samstag, den 20. Juni 2026, bietet der Verein Feste Kaiser Franz e.V. eine kostenlose Führung durch den Festungspark Kaiser Franz an (bitte beachten: ohne unterirdische Gänge und Kriegs-Pulvermagazin). Treffpunkt und Start ist um 14:00 Uhr an der Auffahrt zum Werkeingang der Feste Kaiser Franz in Koblenz-Lützel, Bodelschwinghstraße/Ecke Mayener Straße. Dauer der Führung ca. 1,5 Stunden. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Aufgrund der größeren Strecke, die bei der Führung zu Fuß im Freien zurückzulegen ist, wird festes Schuhwerk und eventuell Sonnen- oder Regenschutz empfohlen.

Blick auf die freigelegte linke Grabenwehr, 2026. Foto M. Kellermann.

Fundstück der Woche 24/2026

Entfestigungspläne der Feste Kaiser Franz, 1920

Die Fundstücke der Woche 24/2026 sind einige Entfestigungspläne der Feste Kaiser Franz von 1920. Die aus den Beständen des Landeshauptarchivs in Koblenz stammenden Pläne können über APERTUS eingesehen und heruntergeladen werden. Urheber der Unterlagen ist das Entfestigungsamt Koblenz, aus deren Aktenbeständen die Pläne entnommen sind (Bestand 578,002 Nr. 4).

Der im Rahmen des 2. Bauabschnitts des Festungsparks Kaiser Franz hergestellte Grabenschnitt ermöglicht einen Vergleich zwischen den Schleifungsplänen des Entfestigungsamts (Bestand 702 Nr. 13937 oder 13938) und der tatsächlichen Ausführung der Entfestigung. Auf den Plänen ist z.B. zu sehen, dass die Grabenwände bis auf Höhe der Grabensohle zerstört werden sollten. Im Foto von 2026 ist allerdings gut zu erkennen, dass die innere Grabenwand nur im oberen Teil gesprengt worden ist (im Bild ist die Mauer mit Gabionen ergänzt). Der untere Teil ist noch im Original erhalten.

Innere Grabenwand des linken Grabens mit ergänzenden Gabionen, 2026. Foto M. Kellermann.

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Neugestaltung des Platzes vor dem Torhaus von Fort Asterstein

Der Platz vor dem sanierten Torhaus des Forts Asterstein soll bis Herbst 2026 als „Stadtteilmittelpunkt“ neu gestaltet werden. Für den Festungsforscher interessant sind die Vorarbeiten im Bereich zwischen dem Reduit und dem Torhaus. Hier sollen ca. 40 Meter des ehemaligen Kehlgrabens des Forts Asterstein freigelegt werden. Das Fort wurde in der Zeit von Mai bis September 1927 entfestigt, wobei Teile des Grabens und ein Kriegspulvermagazin am Traditor rechts zerstört worden sind.

Zur Pressemeldung der Stadt Koblenz geht es hier (Archivversion).

Rückseite des sanierten Torhauses von Fort Asterstein, 2025. Foto M. Kellermann.