Das Fundstück der Woche 11/2026 ist eine Karte des Gebiets zwischen Mülheim und Kärlich und dem Rhein. Sie zeigt den Exerzierplatz des VIII. Armeekorps, dessen Generalkommando seinen Sitz in Koblenz hatte. Die Karte wurde im Koblenzer Lithographischen Institut der Gebrüder Becker gedruckt.
Der Exerzier- und Paradeplatz bei Mülheim, 1836. Sammlung M. Kellermann.
Den vollständigen Artikel finden Sie hier. Die bisherigen Einträge sind unter der Rubrik Fundstücke zu finden.
Die uns von der Feste Kaiser Franz gut bekannte Firma Kletterknecht hat Ende Februar 2026 den Teichertturm in Ehrenbreitstein freigeschnitten. Der Ende der 1850er-Jahre unter Carl August von Cohausen erbaute Turm war Teil der Ehrenbreitsteiner Stadtbefestigung. Das Gebäude unterhalb des bekannten Luisenturms ist leider schon seit Jahren in einem ruinösen Zustand.
Teichertturm und freigelegte Stadtmauer, 2026. Foto D. Mense, mit freundlicher Genehmigung.
Zum diesjährigen Weltgästeführertag bietet der Koblenzer Gästeführerverein am Sonntag, den 15. März eine Führung zum Thema „Die Zeit Napoleons in Koblenz“ an. Treffpunkt ist um 14:00 Uhr am Görresplatz, Dauer ca. 2 Stunden.
Unser nächster Vortrag findet am Dienstag, den 3. März 2026 von 17.30 bis 19.00 Uhr an der VHS Koblenz in Raum 121 statt. Unser 2. Vorsitzender Matthias Kellermann referiert über das Thema „Festungsstadt Koblenz – die Feste Kaiser Alexander“.
„Die Feste Kaiser Alexander wurde von 1816 bis 1824 auf dem sogenannten Hunnenkopf oder Spitzberg (heute Karthause) erbaut. Mit einer Fläche von etwa 262.000 m2 war sie eines der größten preußischen Festungswerke des 19. Jahrhunderts. Nach ihrer Aufgabe 1903 blieb das Werk unter militärischer Verwaltung und diente in der Folgezeit der Armee als Übungsplatz und Truppenunterkunft. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Anlage 1922 aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags geschleift. Der Vortrag beleuchtet die Geschichte des Festungswerks von den Anfängen 1816 bis die heutige Zeit.“
Mit Bestürzung haben wir von dem derzeit laufenden Abriss der ehemaligen preußischen Garnisons-Dampfwaschanstalt in Lützel Kenntnis genommen. Damit verschwindet ein weiteres historisches Zeugnis der Koblenzer Garnisons- und Festungsgeschichte. Die Dampfwaschanstalt war zur Jahrhundertwende auf dem Gelände der aufgelassenen Moselflesche errichtet worden und diente später u.a. als Fabrik für Wachswaren und Polizeirevier.
Ein historisches Foto der Dampfwaschanstalt gibt es hier im Fundstück der Woche 13/2024.
Abriss der Dampfwaschanstalt, 2026. Foto M. Kellermann.
Wie die Rhein-Zeitung berichtete, übergab die rheinland-pfälzische Finanzministerin Doris Ahnen Anfang Februar die Schlüssel für die fertig sanierten Kasematten im Obergeschoss der Hohen Ostfront und der Landbastion der Feste Ehrenbreitstein an das rheinland-pfälzische Innenministerium. Hier soll nun auf 1.200 m² die neue Dauerausstellung „Schaffensland Rheinland-Pfalz. Menschen, Geschichten, Arbeit.“ Einzug halten. Quelle: Rhein-Zeitung Nr. 31, 6.02.2026, S. 9.
Weiterführende Informationen gibt es hier in der Pressemitteilung der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GKDE) (Archivversion).
Hohe Ostfront mit Wachportikus. Foto M. Kellermann, 2023.
Die Arbeiten an der Auffahrt zur Poterne sind soweit abgeschlossen. Als letzte Maßnahmen wurden der Weg bis an die Bodelschwinghstraße mit „modernen“ Kopfsteinen gepflastert und die fehlenden Abdecksteine auf den Mauerkronen ersetzt.
Am 25. Januar 1776 wurde Joseph Görres in Koblenz im Haus Nr. 429 in der Straße „Am Rheintor“(1) (heute Rheinstraße) geboren. Aus Anlass seines 250. Geburtstages bietet das Landesbibliothekszentrum in Koblenz vom 27. Januar bis zum 25. Februar 2026 eine Ausstellung mit dem Titel „Was ich war, war ich immer mit ganzer Seele“ an. Weiterführende Informationen erhalten Sie hier.
Auch der neue Podcast des Stadtarchivs Koblenz beschäftigt sich mit dem Jubiläum. Zu dem Interview mit Dr. Barbara Koelges geht es hier.
Johann Joseph von Görres, 1838
Ein weiteres Jubiläum steht dieses Jahr noch an: Vor 100 Jahren, am 15. September 1926, wurde der Grundstein für das Görres-Denkmal in den Rheinanlagen gelegt (mehr Informationen gibt es hier in der Deutschen Wikipedia).
Und zu guter Letzt verbindet Joseph Görres auch mit der Feste Kaiser Franz eine kleine Geschichte: Er war es, der die Entschädigungsverhandlungen um das enteignete Grundstück auf dem Petersberg führte, das seine Frau Katharina von ihrem Vater (mehr Informationen zu Adam von Lassaulxs Gartenhaus gibt es hier im Fundstück der Woche 30/2017) zu 50% geerbt hatte.
Anmerkungen
(1) Siehe Stadtarchiv Koblenz Best. K Nr. 279 (sogenannter Dilbecker-Plan, 1974). Vgl. auch „Ausweisung der in der Stadt Koblenz befindlichen Häuser“, Koblenz [1794], S. 27 (abgerufen hier am 03.02.2026) sowie Roegele, Otto, „Görres, Johann Joseph von (bayerischer Personaladel 1839)“ in: Neue Deutsche Biographie 6 (1964), S. 532-536 (abgerufen hier am 03.02.2026).
Abbildung
„Nach dem Gemälde von Josef Settegast (1838)„, Abb. in: Josef von Görres‘ Ausgewählte Werke und Briefe, herausgegeben mit Einleitung und Anmerkungen versehen von Wilhelm Schellenberg, Erster Band: Ausgewählte Werke (1797-1819), Kempten und München 1911.
Wie die Rhein-Zeitung diese Woche berichtete, ist im Streit um die Alte Münze ein Urteil gefallen. Danach könnte die Stadt das historische Haus auf dem Münzplatz wieder zurückkaufen. Das hier gezeigte Foto des Münzmeisterhauses ist in unserem diesjährigen Kalender „Koblenzer Ansichten 2026“ enthalten. Update 14.02.2026: Wie die Rhein-Zeitung berichtet, hat der Eigentümer zwischenzeitlich Berufung gegen das Urteil eingelegt. Es bleibt also spannend, wie es mit dem Haus weitergeht.
Die Alte Münze in Koblenz, um 1910. Sammlung M. Kellermann, unbekannter Fotograf.
Führungen
06.26: Feste Kaiser Franz
10.26: Volkspark und Franzosenfriedhof
Termine
14.03.26: Dreck-weg-Tag
14.04.26: Vortrag Fotografie Koblenz VHS
28.04.26: Vortrag Militärbäckereien Fort Konstantin
09.05.26: Tag der Städtebauförderung
13.09.26: Tag des offenen Denkmals
20.10.26: Vortrag preußische Kasernen Fort Konstantin