Vortrag am 3. März in der VHS Koblenz

Unser nächster Vortrag findet am Dienstag, den 3. März 2026 von 17.30 bis 19.00 Uhr an der VHS Koblenz in Raum 121 statt. Unser 2. Vorsitzender Matthias Kellermann referiert über das Thema „Festungsstadt Koblenz – die Feste Kaiser Alexander“.

Die Feste Kaiser Alexander wurde von 1816 bis 1824 auf dem sogenannten Hunnenkopf oder Spitzberg (heute Karthause) erbaut. Mit einer Fläche von etwa 262.000 m2 war sie eines der größten preußischen Festungswerke des 19. Jahrhunderts. Nach ihrer Aufgabe 1903 blieb das Werk unter militärischer Verwaltung und diente in der Folgezeit der Armee als Übungsplatz und Truppenunterkunft. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Anlage 1922 aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags geschleift. Der Vortrag beleuchtet die Geschichte des Festungswerks von den Anfängen 1816 bis die heutige Zeit.“

Es sind noch Plätze frei, zu buchen über die Homepage der VHS Koblenz (Kursnummer 1.0911).

Die Greifen am Löwentor der Feste Kaiser Alexander, 2026. Foto M. Kellermann.

Ein trauriger Tag für die Koblenzer Garnisons- und Festungsgeschichte

Mit Bestürzung haben wir von dem derzeit laufenden Abriss der ehemaligen preußischen Garnisons-Dampfwaschanstalt in Lützel Kenntnis genommen. Damit verschwindet ein weiteres historisches Zeugnis der Koblenzer Garnisons- und Festungsgeschichte. Die Dampfwaschanstalt war zur Jahrhundertwende auf dem Gelände der aufgelassenen Moselflesche errichtet worden und diente später u.a. als Fabrik für Wachswaren und Polizeirevier.

Ein historisches Foto der Dampfwaschanstalt gibt es hier im Fundstück der Woche 13/2024.

Abriss der Dampfwaschanstalt, 2026. Foto M. Kellermann.

Symbolische Schlüsselübergabe beim Landesmuseum Koblenz

Wie die Rhein-Zeitung berichtete, übergab die rheinland-pfälzische Finanzministerin Doris Ahnen Anfang Februar die Schlüssel für die fertig sanierten Kasematten im Obergeschoss der Hohen Ostfront und der Landbastion der Feste Ehrenbreitstein an das rheinland-pfälzische Innenministerium. Hier soll nun auf 1.200 m² die neue Dauerausstellung „Schaffensland Rheinland-Pfalz. Menschen, Geschichten, Arbeit.“ Einzug halten. Quelle: Rhein-Zeitung Nr. 31, 6.02.2026, S. 9.

Weiterführende Informationen gibt es hier in der Pressemitteilung der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GKDE) (Archivversion).

Hohe Ostfront mit Wachportikus. Foto M. Kellermann, 2023.

Vor 250 Jahren – der Geburtstag von Joseph Görres

Am 25. Januar 1776 wurde Joseph Görres in Koblenz im Haus Nr. 429 in der Straße „Am Rheintor“(1) (heute Rheinstraße) geboren. Aus Anlass seines 250. Geburtstages bietet das Landesbibliothekszentrum in Koblenz vom 27. Januar bis zum 25. Februar 2026 eine Ausstellung mit dem Titel „Was ich war, war ich immer mit ganzer Seele“ an. Weiterführende Informationen erhalten Sie hier.

Auch der neue Podcast des Stadtarchivs Koblenz beschäftigt sich mit dem Jubiläum. Zu dem Interview mit Dr. Barbara Koelges geht es hier.

Johann Joseph von Görres, 1838

Ein weiteres Jubiläum steht dieses Jahr noch an: Vor 100 Jahren, am 15. September 1926, wurde der Grundstein für das Görres-Denkmal in den Rheinanlagen gelegt (mehr Informationen gibt es hier in der Deutschen Wikipedia).

Und zu guter Letzt verbindet Joseph Görres auch mit der Feste Kaiser Franz eine kleine Geschichte: Er war es, der die Entschädigungsverhandlungen um das enteignete Grundstück auf dem Petersberg führte, das seine Frau Katharina von ihrem Vater (mehr Informationen zu Adam von Lassaulxs Gartenhaus gibt es hier im Fundstück der Woche 30/2017) zu 50% geerbt hatte.

Anmerkungen

(1) Siehe Stadtarchiv Koblenz Best. K Nr. 279 (sogenannter Dilbecker-Plan, 1974). Vgl. auch „Ausweisung der in der Stadt Koblenz befindlichen Häuser“, Koblenz [1794], S. 27 (abgerufen hier am 03.02.2026) sowie Roegele, Otto, „Görres, Johann Joseph von (bayerischer Personaladel 1839)“ in: Neue Deutsche Biographie 6 (1964), S. 532-536 (abgerufen hier am 03.02.2026).

Abbildung

Nach dem Gemälde von Josef Settegast (1838)„, Abb. in: Josef von Görres‘ Ausgewählte Werke und Briefe, herausgegeben mit Einleitung und Anmerkungen versehen von Wilhelm Schellenberg, Erster Band: Ausgewählte Werke (1797-1819), Kempten und München 1911.

Urteil über das Münzmeisterhaus in Koblenz

Wie die Rhein-Zeitung diese Woche berichtete, ist im Streit um die Alte Münze ein Urteil gefallen. Danach könnte die Stadt das historische Haus auf dem Münzplatz wieder zurückkaufen. Das hier gezeigte Foto des Münzmeisterhauses ist in unserem diesjährigen Kalender „Koblenzer Ansichten 2026“ enthalten.
Update 14.02.2026: Wie die Rhein-Zeitung berichtet, hat der Eigentümer zwischenzeitlich Berufung gegen das Urteil eingelegt. Es bleibt also spannend, wie es mit dem Haus weitergeht.

Die Alte Münze in Koblenz, um 1910. Sammlung M. Kellermann, unbekannter Fotograf.

Fundstück der Woche 04/2026

Die Ummantelung des Reduits, 1876/1877

Das Fundstück der Woche 04/2026 ist vermutlich eines der größten, das wir in dieser Serie bislang präsentiert haben. Es handelt sich dabei um den Erdwall rund um das Reduit der Feste Kaiser Franz, dessen Baubeginn sich dieses Jahr zum 150. Mal jährt. Diese Ummantelung des Gebäudes war notwendig geworden, da durch die größere Reichweite der gezogenen Geschütze das Reduit aus größerer Entfernung direkt hätte getroffen werden können.

Ummantelung des Reduits mit südlichem Kopfbau (rechts), 2023. Foto M. Kellermann.

Den vollständigen Artikel finden Sie hier.
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