„Neuer Festungspark Kaiser Franz feierlich eröffnet“

Quelle: Pressemeldung der Stadt Koblenz

„Das ist ja toll geworden!“, waren sich viele Besucherinnen und Besucher am Samstag im neuen Festungspark Kaiser Franz einig. Bei strahlendem Sonnenschein übergab Oberbürgermeister David Langner nach neun Jahren Bauzeit[KM1.1] die in zwei Bauabschnitten entstandene Grün- und Erholungsfläche an die Bürgerinnen und Bürger. Möglichkeiten bietet das 16.000 Quadratmeter große Areal am Petersberg in Lützel bereits viele: mit Freilichtbühne in der Grabenwehr, sanierter Poterne mit imposantem Tor, weitläufigen Grünflächen sowie beeindruckenden Ausblicken vom „Lützeler Eck“ oder von der neugeschaffenen Aussichtsplattform auf die Stadt und die übrigen Festungsteile. Das Eröffnungsfest, organisiert vom Eigenbetrieb Grünflächen- und Bestattungswesen mit Unterstützung des Quartiermanagements Stadtgrün Lützel, gab bereits einen Vorgeschmack darauf, was im neuen Festungspark künftig möglich ist. Im nächsten Jahr wird noch die Fläche des Sportplatzes hinzukommen, für den ein Ersatz am Schartwiesenweg gebaut wird.

Für das Fest unter dem Titel „Franz, wir feiern!“ wurde groß aufgefahren. Zahlreiche rote Pavillons säumten die neuen Wege. Dank der Mitwirkung des Vereins Feste Kaiser Franz e.V., von Lützel Aktiv, der Ahmadiyya-Gemeinde, des Kinderschutzbundes und von Music Live wurde Familien ein buntes Programm sowie Verpflegung auf Spendenbasis geboten. Die Feuerwehr und der Kirmesverein Bombenfeste Lützel kümmerten sich um das Aufstellen des Maibaums, begleitet von schmissiger Marschmusik des Musikvereins „In Treue fest“ Koblenz-Immendorf.

Mit rockig interpretierten türkischen Volksliedern eröffnete die Lützeler Band „Echoes of Anatolia“ die neue Bühne in der Grabenwehr, die künftig Platz für kulturelle Freiluftveranstaltungen wie kleine Konzerte, Theateraufführungen und Lesungen bietet. Schauspieler Viktor Lee trug im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Koblenz liest ein Buch“ einen Ausschnitt aus dem Roman Paradise Garden der Mainzer Autorin Elena Fischer vor. Mit ihrem Stück „Die Petition“ widmete sich die Laienschauspielgruppe von Lützel Aktiv den Bestrebungen nach der Unabhängigkeit des Stadtteils Ende des 19. Jahrhunderts. Das Jugendtheater überzeugte mit einem Ausschnitt aus dem Musical Amélie. Den musikalischen Abschluss übernahmen Jermaine und Sascha Reinhardt mit Gitarrenmusik.

Hauptdarsteller des Tages war jedoch der neue Festungspark selbst. Der Ausbau wurde durch zwei Förderprogramme des Bundes mit insgesamt 7,4 Millionen Euro ermöglicht. Auch die Stadt investierte erhebliche Mittel über den Pflichtanteil hinaus, unter anderem in die Rekonstruktion des unterirdischen Kriegspulvermagazins. Für viele Besucherinnen und Besucher war die Besichtigung der ehemaligen Lagerstätte für Pulverfässer und der angrenzenden Gänge der Höhepunkt des Tages. Ehrenamtliche des Vereins Feste Kaiser Franz e.V., die sich jahrelang für die Sanierung der verwilderten Ruine eingesetzt hatten, führten fachkundig durch den Untergrund. Oberirdisch erläuterten Landschaftsarchitekt Franz Reschke sein Konzept der Freiraumgestaltung sowie Peter Schmitt als Objektplaner die Sanierung der historischen Gebäude.

Insgesamt bilde der Festungspark eine attraktive Erholungs- und Veranstaltungsfläche, betonte Oberbürgermeister David Langner in seiner Eröffnungsrede. Mit dem Ausbau sei ein Stück militärhistorisches Erbe aus dem Dornröschenschlaf geholt und in eine moderne, zukunftsweisende Stadtentwicklung integriert worden. Das künftig jährlich im Rahmen der Koblenzer Gartenkultur stattfindende Familienfest „Franz, wir feiern!“ werde dabei vermutlich nur eine von vielen Aktivitäten im neuen Park sein.

Mit dem symbolischen Zerschneiden des roten Bandes wurde der neue Festungspark Kaiser Franz in Lützel nach neun Jahren Bauzeit offiziell an die Bürgerinnen und Bürger übergeben. Foto Stadt Koblenz / Olaf Schepers.

Neuerscheinung „Die Sprengung der kurfürstlichen Festung Ehrenbreitstein und andere Koblenzer Geschichte(n)“

Anlässlich der feierlichen Eröffnung des zweiten Bauabschnittes des Festungsparks Kaiser Franz haben wir ein Heft mit fünf unserer „Fundstücke“ aufgelegt. Dieses kann beim Verein erworben werden.

Vor 225 Jahren, genauer im März oder April 1801, begannen die Franzosen mit der Zerstörung der kurfürstlichen Festung Ehrenbreitstein. Obwohl die Festung im Oktober 1794 bei der Eroberung der Stadt Koblenz durch General Marceau nur wenig gegen die auf der Anhöhe des Petersbergs verschanzten französischen Soldaten ausrichten konnte, wurde sie doch als Bedrohung für das nunmehr französische Koblenz angesehen. Immerhin beherrschte sie aufgrund ihrer Lage gegenüber der Moselmündung die Stadt und die beiden Flüsse. Diese Lage machten sich auch die Preußen zunutze, als sie ab 1817 daran gingen, diesen wichtigen Punkt neu zu befestigen. Dass das Festungswerk gut 100 Jahre später nach dem Ersten Weltkrieg nicht zerstört werden musste, ist einer Entscheidung der Franzosen zu verdanken. Was 1801 noch unmöglich erschien, war dann gut 120 Jahre später doch möglich.
Neben der Geschichte der Zerstörung der kurfürstlichen Festung Ehrenbreitstein im Frühjahr 1801 bietet dieser Band einen kleinen Querschnitt durch die reiche Koblenzer (Festungs-) Geschichte, in der es noch vieles zu entdecken gibt
.“

Feierliche Eröffnung des zweiten Bauabschnitts des Festungsparks Kaiser Franz

Was für ein toller Tag!
Bei schönstem Sommerwetter eröffnete Oberbürgermeister David Langner das Familienfest „Franz, wir feiern“.
Danach ging es unter der musikalischen Begleitung des lmmendorfer Musikverein „In Treue fest“ durch die sanierte Poterne in den Festungspark zur Maibaumaufstellung.
Wir danken allen Vereinen und Beteiligten für ihr Unterstützung und den vielen interessierten Besucherinnen und Besuchern für ihren Besuch. Danke auch an unser Vereinsmitglied Heinz Welp, der sein beeindruckendes Lego-Modell des Kehlturms präsentiert hat.
Ganz besonderes Lob an das Team der Stadtgärtner, die vor der Veranstaltung das ganze Material herbeigeschafft und aufgebaut und danach auch wieder alles fix abgebaut und abtransportiert haben.

Foto: Feste Kaiser Franz e.V., 2026

Poternen-Rückseite

Mit großen Schritten gehen die Arbeiten am zweiten Bauabschnitt des Festungsparks Kaiser Franz ihrem Ende entgegen. Wir freuen uns auf den Tag der Städtebauförderung am 9. Mai, an dem das alles der Öffentlichkeit übergeben werden wird!

Verputzte Poternen-Rückseite, 2026. Foto M. Kellermann.

Vortrag im Fort – die Vortragsreihe der AG Festungsvereine

Am 28. April, um 17:30 Uhr laden wir Euch herzlich zum Vortrag von Matthias Kellermann über „Militärbäckereien“ ins Fort Konstantin Koblenz ein. Der Vortrag beleuchtet die Geschichte der Koblenzer Militärbäckereien mit besonderem Schwerpunkt auf die Kriegsbäckerei im Fort Großfürst Konstantin, die im Anschluss an den Vortrag besichtigt werden wird.
Für die Festung Koblenz und Ehrenbreitstein war eine ausreichende Versorgung mit dem Grundnahrungsmittel Brot von hoher Wichtigkeit. Für den nötigen Vorrat sorgte daher ab 1821 die Garnisonsbäckerei im Festungsbauhof (heute Reichenspergerplatz). Da im Kriegs- und Belagerungsfall mehr Brot benötigt wurde, entstanden in den Jahren 1827/1828 weitere Bäckereien im Rheinanschluss, im Fort Großfürst Konstantin und in der Feste Kaiser Franz.

Quelle: Pro Konstantin, 2026

 

Vortrag am 14. April in der VHS Koblenz

Unser nächster Vortrag findet am Dienstag, den 14. April 2026 von 17.30 bis 19.00 Uhr an der VHS Koblenz in Raum 121 statt. Unser 2. Vorsitzender Matthias Kellermann referiert über das Thema „Fotografie in Koblenz (1846 – 2010)“.

Als Heinrich Thomas 1846 sein Fotoatelier in Koblenz eröffnet konnte er noch nicht ahnen, dass er einmal als erster Koblenzer Fotograf in die Geschichte eingehen würde. Eine Fülle von Fotografen und Ateliers hat seitdem in der Stadt gewirkt, darunter so bekannte Namen wie Otto Kilger, Theodor Loos, Karl Stiebel, Heinrich Wolf und viele mehr. Dabei entstanden einmalige Ansichten der Stadt Koblenz und ihrer Bewohnerinnen und Bewohner. 2010 schenkte Herbert Gauls der Stadt Koblenz sein umfangreiches Fotoarchiv. Der Vortrag zeichnet die Geschichte einiger ausgewählter Fotografen und ihres Werks nach.“

Es sind noch Plätze frei, zu buchen über die Homepage der VHS Koblenz (Kursnummer 1.0907).

Das Barbara-Denkmal (auch Artilleriedenkmal) am Kaiser-Wilhelm-Ring (heute Friedrich-Ebert-Ring), 1907. Sammlung M. Kellermann, Verlag Victor Ullmann, Koblenz, Foto C. Wilhelm, Hof-Fotograf, Koblenz.

Vor 10 Jahren… welch ein Unterschied!

Die hier gezeigte Fotografie wurde vor 10 Jahren aufgenommen, kurz bevor unser Verein den Bodenbelag im Poternenvorhof hat neu anlegen lassen. Wer hätte damals gedacht, dass die Arbeiten an dem Bereich einmal solche Ausmaße annehmen würden. Wir freuen uns bereits auf den Tag der Städtebauförderung am Samstag, den 9. Mai 2026, an dem das alles der Öffentlichkeit übergeben wird!

Auffahrt zum Werkeingang, 2016. Foto Feste Kaiser Franz e.V.
Auffahrt zum Werkeingang, 2026. Foto M. Kellermann.

Fundstück der Woche 13/2026

Die Sprengung der kurfürstlichen Festung Ehrenbreitstein, 1801

Das Fundstück der Woche 13/2026 ist ein Bild der Ruinen der kurtrierischen Festung Ehrenbreitstein. Diese wurde ab März 1801, also vor 225 Jahren, vor dem Abzug der französischen Besatzung vom rechten Rheinufer geschleift. Am 23. Januar 1799 hatte sich die Festung nach vier Jahren französischer Belagerungen (insgesamt fünf Mal ab 18. September 1795) schließlich ergeben.

Ruinen der kurtrierischen Festung Ehrenbreitstein, 1805. Sammlung M. Kellermann, unbekannte Quelle, nachkolorierter Kupferstich von Christian August Günther.

Den vollständigen Artikel finden Sie hier.
Die bisherigen Einträge sind unter der Rubrik Fundstücke zu finden.