
Aktueller Blick in die Poterne

Veste Kaiser Franz | Erbauet unter Friedrich Wilhelm III | In den Jahren 1817 bis 1820
Die wegen Schmierereien abgebauten Infotafeln sind in den Festungspark zurückgekehrt. Außerdem wurden die aus dem gleichen Grund entfernten Infostelen ebenfalls wieder montiert. Damit sind der Infopunkt und die Wegmarken wieder komplett.
Nach mehreren Jahrzehnten sind die Tordurchfahrt und der danebenliegende Eingang in die Wache wieder geöffnet worden. Die Poterne, die derzeit saniert wird, soll künftig als Zugang zum Festungspark Kaiser Franz dienen. Die Baumaßnahmen sollen im Frühjahr 2026 beendet sein. Von dem Versuch, die Poterne zu betreten, wird dringend abgeraten, da der ganze Bereich rund um die Baustelle von Bauwächtern überwacht wird.
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Das älteste Wagenhaus des Artillerie-Depots an der Feste Kaiser Franz wurde 1867/1868 unter der Leitung des Hauptmanns Bornemann unterhalb der Poterne erbaut. Der Rohbau aus Bruchsteinen wurde 1867 errichtet und im folgenden Jahr fertig gestellt.
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Für die Verteidigung der Kehle der Feste Kaiser Franz und des Neuendorfer Feldes, das für die Aufnahme eines großen Heerlagers bzw. für die Anlage von Friedenspulvermagazinen gedacht war, sorgten der massive Kehlturm der Feste sowie die lange krenelierte Mauer, die das Festungswerk mit der nördlich gelegenen Bubenheimer Flesche verband. Als weitere Verteidigungsmaßnahme war der Bau eines zusätzlichen Festungswerks vorgesehen, das die Ebene im nördlichen Bereich sichern sollte. So entstand von 1820 bis 1825 die Neuendorfer Flesche.
Nach der Aufgabe des Abschnittes auf dem linken Moselufer 1890 blieb das Werk zunächst unter militärischer Verwaltung, bis es dann 1912 abgerissen wurde. Dabei blieb ein Großteil der unterirdischen Anlagen erhalten. Heute befindet sich hier die Rheinkaserne.
Mit dem neuen Menüpunkt soll an die Geschichte der Neuendorfer Flesche und der Trainkaserne in Lützel erinnert werden.
In den vergangenen 14 Tagen hat sich wieder viel getan rund um die Poterne der Feste Kaiser Franz. An der Rückseite des Gebäudes ist der Bogen der Durchfahrt wieder komplett, die Lücken zwischen den Steinen sind von Fa. Pressbau mit Basaltstreifen geschlossen worden.
Auf der Poterne hat Fa. Meurer die Erde weggenommen, um an die historischen Abflüsse zu kommen. Am tiefsten Punkt befindet sich ein Eisengitter, bevor das Wasser durch einen Schacht durch das Gebäude geleitet wurde.
Im Poternenvorhof sind die Kehlmauer und die hofseitige Wand der Grabenwehr eingerüstet, hier arbeitet derzeit Fa. Intec an der Sicherung.
Zuletzt hat Fa. Meurer damit begonnen, die oberste Erdschicht in dem schmalen Hohlgang zwischen Poterne und Reduit abzutragen. Hier soll künftig eine Schotterschicht das Gehen in dem Gang erleichtern.
Abbildungen
Abb. 1-3: Fa. Pressbau, Meurer und Intec. Wir danken den Firmen für die Bereitstellung des Bildmaterials.
Das Reservistenbild des Kanoniers Reuter, Fußartillerieregiment Nr. 8, 1888
Das Fundstück der Woche ist ein Reservistenbild aus dem Jahr 1888. Die Datierung ist insofern möglich, weil das Bild je ein Portrait der drei Deutschen Kaiser Wilhelm I., Friedrich III. und Wilhelm II. in dem oberen Fries zeigt. Entsprechend muss es aus dem „Dreikaiserjahr“ stammen, dem Jahr 1888.
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Demnächst erscheint der Tagungsband „Die Zitadelle Petersberg in Erfurt unter Preußen 1802-73“, herausgegeben vom Verein Freunde der Citadelle Petersberg zu Erfurt e.V. Im Band enthalten ist auch ein Beitrag unseres 2. Vorsitzenden mit dem Titel „Die Festungsbäckerei in der Zitadelle Petersberg und die Kriegsbäckerei in der Feste Kaiser Fanz in Koblenz – ein Vergleich“. Das im Michael Imhof Verlag erschienene Buch ist im Shop der Zitadelle und im Buchhandel bestellbar.