Poesie im Park – Veranstaltung begeistert Publikum

Unter freiem Himmel zwischen Bäumen und einem natürlichen Amphitheater Lesestoff, Lyrik und Buchkunst erleben: Bei der Veranstaltung „Poesie im Park“ verwandelte sich der Lützeler Volkspark in eine idyllische Literaturoase und neu zu entdeckenden Kulturort.

Ein abwechslungsreiches Programm aus Sommergedichten, Mitmach-Poesie, einem Vortrag zur Geschichte der Feste Franz und Gute-Nacht-Geschichten zum Abschluss, untermalt von musikalischer Begleitung begeisterte bei sommerlichen Temperaturen das Publikum.

Das Quartiersmanagement Lützel, der Koblenzer Kulturverein, der Förderverein Feste Franz, der Verein Lesen und Buch, die Lützeler Schulen, die Universität Koblenz, Studio Mo und eine ehrenamtliche Lesebotschafterin hatten als Team die Veranstaltung initiiert und unterstützt vom Eigenbetrieb Grünflächen der Stadt Koblenz und Sponsoren organisiert.

Aufgrund der hohen Besucherresonanz und der gelungenen Zusammenarbeit der Akteure waren sich alle einig, dass „Poesie im Park“ im kommenden Jahr unbedingt wiederholt werden soll.

Foto: Lucky Luxem
Die abgebildeten Personen sind mit der Veröffentlichung einverstanden.

Neuerscheinung „Louis-Lazare Hoche (1768-1797)“ von Jean-Noël Charon

Pünktlich zum Tag des offenen Denkmals 2025 erscheint die zweite überarbeitete Auflage des Buchs von Jean-Noël Charon, in dem er sich mit dem Leben von Louis-Lazare Hoche beschäftig. Dessen Grabmal befand sich bis 1919 in der Feste Kaiser Franz, bevor er in die Grabanlage in Weißenthurm überführt wurde.

Nach langer, verzehrender Krankheit stirbt am 19. September 1797 der französische General Louis-Lazare Hoche im Alter von 29 Jahren in Wetzlar. Unter großen Ehrenbekundungen von Freunden und Feinden wird sein Leichnam nach Koblenz überführt, wo er auf dem Petersberg in Lützel neben General Marceau seine vorläufige Ruhestätte findet. Am 24. Juni 2018 jährte sich Hoches Geburtstag zum 250sten Mal. Aus diesem Anlass erzählt dieses Buch nicht nur sein kurzes Leben, sondern gibt auch Einblicke in die Irrungen und Wirrungen der französischen Revolution, deren Opfer er beinahe geworden wäre. Es berichtet zudem anschaulich um seine Bemühungen zur Stabilisierung der jungen Republik gegen innere und äußere Feinde sowie eine sinnvolle und verträgliche Integration der eroberten deutschen Gebiete auf dem linken Rheinufer, die sein früher Tod jedoch zunichte macht.“

Das Buch wird vom Verein Feste Kaiser Franz e.V. herausgegeben und ist beim Autoren und beim Verein für 17,90 € erhältlich.

Öffnung der Poterne

Nach mehreren Jahrzehnten sind die Tordurchfahrt und der danebenliegende Eingang in die Wache wieder geöffnet worden. Die Poterne, die derzeit saniert wird, soll künftig als Zugang zum Festungspark Kaiser Franz dienen. Die Baumaßnahmen sollen im Frühjahr 2026 beendet sein. Von dem Versuch, die Poterne zu betreten, wird dringend abgeraten, da der ganze Bereich rund um die Baustelle von Bauwächtern überwacht wird.

Zur Pressemeldung der Stadt Koblenz geht es hier (Archivversion).

Poternenrückseite mit geöffneter Durchfahrt, 2025. Foto M. Kellermann.

Das Wagenhaus Nr. 9

Das älteste Wagenhaus des Artillerie-Depots an der Feste Kaiser Franz wurde 1867/1868 unter der Leitung des Hauptmanns Bornemann unterhalb der Poterne erbaut. Der Rohbau aus Bruchsteinen wurde 1867 errichtet und im folgenden Jahr fertig gestellt.

Wagenhaus Nr. 9, im Hintergrund der Kehlturm der Feste Kaiser Franz, 2025. Foto M. Kellermann.

Zu dem vollständigen Artikel geht es hier.

Neuer Menüpunkt „Neuendorfer Flesche“

Für die Verteidigung der Kehle der Feste Kaiser Franz und des Neuendorfer Feldes, das für die Aufnahme eines großen Heerlagers bzw. für die Anlage von Friedenspulvermagazinen gedacht war, sorgten der massive Kehlturm der Feste sowie die lange krenelierte Mauer, die das Festungswerk mit der nördlich gelegenen Bubenheimer Flesche verband. Als weitere Verteidigungsmaßnahme war der Bau eines zusätzlichen Festungswerks vorgesehen, das die Ebene im nördlichen Bereich sichern sollte. So entstand von 1820 bis 1825 die Neuendorfer Flesche.

Nach der Aufgabe des Abschnittes auf dem linken Moselufer 1890 blieb das Werk zunächst unter militärischer Verwaltung, bis es dann 1912 abgerissen wurde. Dabei blieb ein Großteil der unterirdischen Anlagen erhalten. Heute befindet sich hier die Rheinkaserne.

Mit dem neuen Menüpunkt soll an die Geschichte der Neuendorfer Flesche und der Trainkaserne in Lützel erinnert werden.

Rekonstruierte innere Grabenwand der Neuendorfer Flesche, 2009. Foto M. Kellermann.

Arbeiten rund um die Poterne

In den vergangenen 14 Tagen hat sich wieder viel getan rund um die Poterne der Feste Kaiser Franz. An der Rückseite des Gebäudes ist der Bogen der Durchfahrt wieder komplett, die Lücken zwischen den Steinen sind von Fa. Pressbau mit Basaltstreifen geschlossen worden.

Abb. 1: Schlussstein mit Basaltstreifen, 2025

Auf der Poterne hat Fa. Meurer die Erde weggenommen, um an die historischen Abflüsse zu kommen. Am tiefsten Punkt befindet sich ein Eisengitter, bevor das Wasser durch einen Schacht durch das Gebäude geleitet wurde.

Abb. 2: Südlicher Bereich der Poterne mit freigelegtem Abfluss, 2025

Im Poternenvorhof sind die Kehlmauer und die hofseitige Wand der Grabenwehr eingerüstet, hier arbeitet derzeit Fa. Intec an der Sicherung.

Abb. 3: Eingerüstete Kehlmauer am Poternenvorhof, 2025

Zuletzt hat Fa. Meurer damit begonnen, die oberste Erdschicht in dem schmalen Hohlgang zwischen Poterne und Reduit abzutragen. Hier soll künftig eine Schotterschicht das Gehen in dem Gang erleichtern.

Abbildungen

Abb. 1-3: Fa. Pressbau, Meurer und Intec. Wir danken den Firmen für die Bereitstellung des Bildmaterials.