100 Jahre Entfestigung – der 9. April 1920

Noch bevor die Interalliierte Militär-Kontrollkommission (I.M.K.K.) ihre Arbeit am 10. Januar 1920 aufnahm, war die amerikanische Besatzung in Koblenz bereits in der Entfestigungsfrage aktiv geworden. Während die I.M.K.K. noch an der Festlegung der zu zerstörenden Festungswerke arbeitete und sich über den Umfang der zu fordernden Maßnahmen und deren Umsetzung Gedanken machen musste, ordnete der amerikanische Chief Engineer Bernard A. Miller bereits am 9. April 1920 die “Schleifung des Forts Franz und angrenzenden Werke” an.

Spoileralarm: Im April 1920 fanden noch keine Entfestigungsarbeiten an der Feste Kaiser Franz statt.

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Fundstück der Woche 11/2020

Das Fundstück der Woche 11/2020 ist ein Ausschnitt aus einer Fotografie von Joseph Ring, die uns 2017 als Plakat für unsere Jubiläumsausstellung gedient hat. Sie hilft zu ergründen, was es mit den in Fundstück 10/2020 erwähnten und gezeigten zeitgenössischen Inschriften auf sich hat.

Kasematten 4, 5 und 6 des Reduits der Feste Kaiser Franz, um 1920

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Fundstück der Woche 10/2020

Das Fundstück der Woche 10/2020 ist eine seltene Ansichtskarte, aufgenommen um 1917 im Innenhof des 1818/1819 errichteten Reduits der Feste Kaiser Franz. Neben einer Brandschutzübung zeigt sie auch ein Detail der Innenfassade des Gebäudes, genauer die Kasematten 7 und 8 mit zeitgenössischen Inschriften über den Stürzen.

Brandschutzübung im Innenhof des Reduits der Feste Kaiser Franz, um 1917

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Vortrag 100 Jahre Amerikaner am Rhein – Koblenz zur Zeit der amerikanischen Besatzung (1918-1923) am Dienstag, den 10. März 2020

Am 10. März 2020 findet unser nächster Vortrag an der VHS Koblenz statt. Unser 2. Vorsitzender Matthias Kellermann berichtet über die amerikanische Besatzung in Koblenz nach dem Ende des Ersten Weltkriegs.

Mehr Informationen und die Möglichkeit zum Anmelden finden Sie hier auf der Homepage der VHS Koblenz.

Amerikanische Soldaten auf dem Kastorhof, 1919
Sammlung M. Kellermann

100 Jahre Entfestigung – der 2./3. März 1920

Am 2. und 3. März 1920 weilte wichtiger Besuch in Koblenz: Der belgische Oberst Ver Eecke, Leiter der Kölner Distriktkommission der Interalliierten Militär-Kontrollkommission (I.M.K.K.), besichtigte die Koblenzer Festungswerke, um sich selbst einen Eindruck für die kommenden Entfestigungsarbeiten zu machen. Der ihn begleitende Oberstleutnant Eduard Hüger, damals Ingenieur-Offizier vom Platz und Vorstand der Fortifikation Koblenz, hat dies in einem Schreiben an seine vorgesetzte Stelle festgehalten.

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Fundstück der Woche 09/2020

Das Fundstück der Woche 09/2020 hat auf den ersten Blick nichts mit der Feste Kaiser Franz zu tun. Es handelt sich um eine Fotografie des Moselufers an der Balduinbrücke, aufgenommen vor 1883. Das hier am stadtseitigen Ende der Moselbrücke stehende Moselbrückentor war eines der drei repräsentativen Stadttore der preußischen Festung, es sicherte den Zugang zur Stadt von der Moselbrücke her. Im Bild zu sehen ist rechts oben einer der Ecktürme des Tors und rechts in der Bildmitte die vermutlich noch hölzerne Zugbrücke.

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Abb. 1: Stadtseitiges Moselufer mit Moselbrücke, vor 1883

Fundstück der Woche 07/2020

Das Fundstück der Woche 07/2020 ist eine amerikanische Fotografie aus dem Jahr 1919, entstanden etwa einen Monat nach dem Einmarsch der 3. US-Armee in Koblenz. Es zeigt die Rückseite einer Grabenbatterie der Feste Kaiser Alexander, entweder der Batterie 2 an der Enveloppe III (Haupt- oder Südfront des Festungswerks) oder der Batterie 6 an der Enveloppe V (Westfront). Von besonderem Interesse für den Verein sind hierbei die Gitter in den Öffungen an der Rückseite des Gebäudes.

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100 Jahre Entfestigung der Feste Kaiser Franz

Der Fund des in weiten Teilen erhaltenen Kriegspulvermagazins Nr. 3 auf der linken Kehlseite der Feste Kaiser Franz im letzten Jahr ist eines der interessantensten Fundstücke der letzten Jahre. Denn eigentlich sollte es im Zuge der Entfestigung des Festungswerks vollständig zerstört werden. Der Beginn dieser Entfestigungsarbeiten jährt sich 2020 zum 100. Mal: Am 6. November 1920 fanden die ersten Sprengungen auf dem Gelände statt. Doch waren dies tatsächlich die ersten Sprengungen? Eine neu erschlossene Quelle lässt anderes vermuten.

Am 12. Februar 1919, also vor 101 Jahren, beschwerte sich die Stadt Koblenz bei der amerikanischen Besatzung über Sprengungen auf der Feste Kaiser Franz, bei denen wohl Privateigentum beschädigt worden war. Welcher Art diese waren und wo auf dem Gelände sie stattfanden, ist aber leider nicht bekannt.(1) Das Hauptquartier der 3. US-Armee antwortete prompt: “Referring to your complaint made yesterday afternoon regarding the explosions in Fester Franz [sic!], you are informed that this matter has been taken up with the Chief Ordnance Officer, and he informs me that no further detonations will be ordered at that place.” Mehr noch: Man habe einen anderen Platz für die Sprengungen gefunden, sodass keine weiteren Schäden für Privateigentum zu befürchten seien.(2)

Neun Monate später begannen dann die Zerstörungsarbeiten an dem Hauptwerk auf dem Petersberg, die bis zum 10. August 1921 andauerten und mit der Unbrauchbarmachung des Kriegspulvermagazins unter dem Reduithof 1922 ihren endgültigen Abschluss fanden. Einen Großteil der erhaltenen Bilder dieser Maßnahmen haben wir 2018 in unserem Buch “Festung Koblenz und Ehrenbreitstein. Entfestigung 1920-1922 – Fotografien von Joseph Ring” veröffentlicht, das im lokalen Buchhandel erhältlich ist.

Anmerkungen

(1) Denkbar wäre z.B., dass die Amerikaner die von den abziehenden Deutschen in der Munitionsanstalt im Werkhof der Feste Kaiser Franz zurückgelassene Munition vor Ort vernichtet haben bzw. vernichten wollten. Größere Bestände wurden später u.a. auf der Rübenacher Schanze und im Munitionsdepot Mülheim zerlegt und der Wiederverwertung zugeführt (vgl. M. Kellermann: Der Sender Koblenz (1934-1945), Koblenz 2020, S. 22f.).
(2) Stadtarchiv Koblenz, Best. 623 Nr. 4550, S. 244.

Fundstück der Woche 05/2020

Das Fundstück der Woche 05/2020 besteht eigentlich gleich aus mehreren, die sich mit der Rezeption der Grabdenkmäler der Generäle Marceau und Hoche im 19. Jahrhundert beschäftigen. Beide hatten ihre letzte Ruhe auf bzw. am Petersberg in Lützel gefunden, für Hoche entstand außerdem ein Grabmal in Weißenthurm, das allerdings noch der Fertigstellung harrte.

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