Die Abnahme der Arbeiten an der Feste Kaiser Franz fand dann am 25. November 1921 statt. Anwesend waren einige Vertreter der Kölner Unterkommission der I.M.K.K. mit ihrem Leiter Oberst Ver Eecke, der Leiter des Koblenzer Entfestigungsamts Eduard Hüger und ein Verbindungsoffizier der deutschen Heeresfriedenskommission. Ob auch einige Vertreter der amerikanischen Besatzung zugegen waren ist nicht überliefert.
Frontgraben nach den Sprengungen, Foto Joseph Ring, ca. 1921
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Wie die Rhein-Zeitung in ihrer heutigen Ausgabe berichtet, erhält die Stadt Koblenz im Rahmen der Städtebauförderung 1,7 Millionen Euro für das Projekt „Stadtgrün Koblenz-Lützel“.
Die erste Ausgabe des Stadtteilmagazins Stadtgrün Lützel / Lützel News ist erschienen und kann hier heruntergeladen werden. Enthalten ist u. a. auch ein kurzer Bericht über das wiederentdeckte Kriegspulvermagazin Nr. 3 an der Feste Kaiser Franz.
Cover der ersten Ausgabe 2021, Herausgeber Stadt Koblenz, Gestaltung und Layout Büro Stadtberatung Dr. Sven Fries
Zwischenzeitlich wurde das Gelände nördlich vom Kernwerk geräumt, sodass hier der Bereich vor dem Ladesystem 2 wieder zugänglich ist. Unterdessen gehen die Räumarbeiten auf der Poterne weiter, hier wird derzeit die Erde auf dem Gebäude abgetragen.
Freigelegtes Ladesystem 2, ehemaliges Kriegspulvermagazin, Foto R. Arenz, 2021
Die rechte Grabenwehr der Bubenheimer Flesche, um 1900
Das Fundstück der Woche 48/2021 ist eine undatierte Fotografie aus der Zeit um 1900. Die seltene Aufnahme zeigt, neben drei Soldaten samt Hund, im Hintergrund die Rückseite der rechten Grabenwehr der Bubenheimer Flesche. Dieser Mauerzug, der sich noch heute auf dem Lützeler Friedhof befindet, ist vermutlich der letzte erhaltene Rest dieses Bauwerks und einer der wenigen (oberirdischen) Reste der Bubenheimer Flesche.
Sammlung M. Kellermann, Rückseite der rechten Grabenwehr der Bubenheimer Flesche, unbekannter Fotograf, undatiert
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Von der Feste Kaiser Alexander, dem größten Einzelwerk der Festung Koblenz und Ehrenbreitstein, finden sich heute leider nur noch wenige Überreste. Der ehemalige Eingang in die Feste, das sogenannte Löwentor, und die daran anschließenden ruinösen Hinterlassenschaften des Kehlreduits geben einen schwachen Eindruck von der einstigen Größe und Bedeutung der 1922 größtenteils beseitigten Anlage. Immerhin lässt ein Blick in einen Stadtplan von Koblenz oder Luftbilder des betreffenden Areals auf der Karthause den Umfang der Feste noch erahnen.
Sammlung R. Arenz, unbekannter Fotograf, Feste Kaiser Alexander, Löwentor, nach 1885
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Leider musste unser Vortrag Koblenz an Rhein und Mosel – Leben an zwei Flüssen an der VHS Koblenz kurzfristig verschoben werden. Neuer Termin ist Dienstag, der 14. Dezember 2021. Der Kurs ist ausgebucht, Warteliste ist möglich.
Sammlung M. Kellermann, Blick aus den Rheinanlagen auf die Pfaffendorfer Brücke, unbekannter Fotograf, 1920er-Jahre
Das Fundstück der Woche 45/2021 ist eine Münze aus dem Jahr 1918, geprägt in Koblenz. Sie ruft leidige Zeiten ins Gedächtnis zurück, an die am 11. November mit dem 103. Jahrestag des Waffenstillstands gedacht wird. Sie erinnert daher an das Ende des Ersten Weltkrieges. Die Münze aus der Sammlung von Jean-Noël Charon steht stellvertretend für die wenigen, nicht mehr zu identifizierenden Münzen, die wir in den vergangenen Jahren an der Feste Kaiser Franz gefunden haben.
Mit der Zerstörung des Kriegspulvermagazins unter dem Reduithof, die am 11. April 1922 begonnen wurde, fanden die Arbeiten an der Feste Kaiser Franz 1922 schließlich ihr Ende (hierüber wird nächstes Jahr noch zu berichten sein). Einen Tag zuvor, am 10. April 1922, begann auch die Entfestigung der Feste Kaiser Alexander auf der Karthause oberhalb von Koblenz. Die Beseitigung des größten Koblenzer Festungswerks stellte noch einmal eine besondere Herausforderung für die beteiligten Firmen und das die Arbeiten koordinierende Entfestigungsamt dar. Auf einige markante Daten der Entfestigungsarbeiten des Jahres 1922 soll demnächst hier in einer zweiten Serie näher eingegangen werden.
Amerikanische Luftaufnahme der Feste Kaiser Alexander, ca. 1919
Die hier gezeigte Luftaufnahme der Feste Kaiser Alexander entstand zur Zeit der amerikanischen Besatzung in Koblenz (1918-1923). Der amerikanische Chefingenieur Bernhard A. Miller stellte vermutlich vor Beginn der Entfestigungsarbeiten dem Koblenzer Entfestigungsamt einige Exemplare des Abzugs zur Verfügung.(1) Die hier gezeigte Abbildung stammt aus dem im Fundstück der Woche 28/2021 vorgestellten Bildband über Koblenz aus dem Dari-Verlag (S. 62). Als Verfasser ist dort irrtümlich Joseph Ring angegeben.
Anmerkungen
(1) Vgl. Schreiben des Entfestigungsamts Koblenz an den Chefingenieur der amerikanischen Besatzung vom 19.12.1922, in: LHA Ko Best. 578,002 Nr. 2, Anlage zu Dokument Nr. 1830/22.
Im Fundstück der Woche 48/2020 haben wir ein Erinnerungsheft des 39. französischen Artillerie-Regiments (39e R.A.D. = 39e régiments d‘artillerie) vorgestellt, das in Lützel in der ehemaligen Trainkaserne („Quartier Marceau“) und der ehemaligen Feldartillerie-Kaserne an der Feste Kaiser Franz stationiert war. Zu dieser Zeit trug die Kaserne, zusammen mit der benachbarten Bubenheimer Flesche, den Namen „Fort Drouot“. Zum damaligen Zeitpunkt konnten wir die Fotografien aus dem Erinnerungsheft hier auf der Homepage nicht zeigen, da die Rechte am Bildmaterial nicht geklärt waren. Dies ist uns zwischenzeitlich gelungen.
Die Feldartillerie-Kaserne in Lützel als Fort Drouot, 1928. Sammlung M. Kellermann, Fotografie Charles Montag, Bitche
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